Psychedelika in der Psychiatrie
Nervenheilkunde April 1, 2024 Peer reviewed DOI: 10.1055/a-2233-4301 via OpenAlex
Summary
Psychedelics are gaining renewed interest in psychiatry, particularly for their potential to support psychotherapeutic processes. Research into their clinical applications has resumed after a long hiatus due to legal restrictions. Current studies primarily focus on treatment-resistant depression, post-traumatic stress disorder, and alcohol dependence. However, specific psychedelic-assisted therapy has not yet been thoroughly researched, indicating that more evidence is needed before broader clinical use can be considered.
Study at a glance
| Key finding | Psychedelics show potential for treating conditions like treatment-resistant depression and PTSD, but specific psychedelic-assisted therapy remains under-researched. |
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Abstract
ZUSAMMENFASSUNG Psychedelika stoßen in der Psychiatrie auf ein erneut zunehmendes fachliches und wissenschaftliches Interesse. Nach einer intensiveren Phase des Einsatzes im psychotherapeutischen Kontext Mitte des letzten Jahrhunderts kam die Forschung in dem Bereich nach gesetzlichen Verboten weitestgehend zum Erliegen. Erst seit wenigen Jahren wird das klinische Potenzial wieder mit modernen wissenschaftlichen Methoden erforscht. Die Eigenschaft der Psychedelika, qualitativ veränderte Bewusstseinszustände mit auch psychodynamischen Erfahrungen und Erkenntnissen hervorzurufen, legt die Möglichkeit nahe, sie zur Unterstützung von psychotherapeutischen Prozessen zu nutzen. Bisherige Indikationsgebiete von klinischen Studien betreffen vor allem den Einsatz bei therapieresistenten Depressionen, aber auch bei posttraumatischen Belastungsstörungen und Alkoholabhängigkeit. Allerdings muss festgehalten werden, dass eine spezifische Psychedelika-Psychotherapie im engeren Sinnen noch nicht erforscht wird. Neben dem Ausbau der Evidenzlage ist in diesem Feld noch einiges vor einem eventuellen breiteren klinischen Einsatz zu erarbeiten.